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Apoll und Diana

Ludwig XIV.hatte zum Sonnengott Apoll eine besondere Beziehung,und so erklärt es sich,dass die Abbildung dieses Gottes im Schloss Versailles und in den Parkanlagen eine bevorzugte Stellung einnahmen. Aus einem zentral gelegenen Bassin sieht man Apoll mit seinem Gespann aufsteigen.

Apoll und Diana ( Artemis oder Daphne) bilden u.a. die italienischen Maler Antonio del Pollaiuolo ( 1433 – 1498), National Gallery London, Francesco Albani ( 1578 – 1660) und Giovanni Battista Tiepolo ( 1696 – 1770), beide im Musée du Louvre,Paris, ab.

In der Literatur taucht Apoll als Gott der Künste und der Dichtkunst immer wieder auf – auch als männliches Schönheitsideal.

In Homers Ilias (um 700 v. Chr.) erscheint Apoll gleich zu Anfang ebenso wie in den Metamorphosen im 1.Buch von Ovid erzählt dieser von Apoll und Daphne im Wettstreit zwischen Apoll und Marsyas im 6.Buch.

Apoll war der Sohn von Zeus, dem mächtigsten aller Götter und seiner Mutter Leto – mit seiner Zwillingsschwester Artemis wurde er auf der griechischen Insel Letos geboren.

Nachdem er die Schlange in Delphi tötete , die das Orakel bewachte,wurde er zum Gott der Weisheit.

So wurde er auch zum Gott der Heilkunst und gab seine Kenntnisse weiter an seinen Sohn, den Ärztegott Asklepios – oder Äskulap – dessen Wahrzeichen der von einer Schlange umwundene Stab auch heute noch das Wahrzeichen der Ärzte und Apotheker ist.

Apollo und Artemis Büsten
Museale große Büsten von Apoll und Diana

Biedermeier Kirschbaumschrank

Biedermeier Schrank

Deutsch um 1820.

Kirschbaumholz furniert auf Weichholzkorpus.

Auf Stollenfüßen ruhender Korpus mit Kassetten-Füllungen, umrahmt von feinen ebonisierten Fadeneinlagen in gefärbter Mooreich. Ebonisierte Schlüssel-Buchsen.

Originales Schloss und Schlüssel. 2 Schubladen mit Verriegelung.

Höhe:200 cm |  Breite:162 cm am Gesims | Tiefe 63 cm | innen :50 cm.

Nr.2258

Ihre Biedermeier Spezialistin seit mehr als 20 Jahren auf der Taunusstraße 34 in Wiesbaden ! Ein Besuch lohnt sich immer …

Seit über 33 Jahren beschäftige ich mich mit Biedermeier-Möbeln – hiervon 20 Jahre in meinem eigenen Geschäft in Wiesbaden auf der legendären Taunusstraße. Die malerischen Maserungen der meist hellen Hölzer faszinieren mich und die Möbel sind so wunderbar restauriert, dass man meint, man selber wäre in einer anderen Zeit. Abgesehen von dem handwerklichen Können der Menschen vor fast genau 200 Jahren bieten sie auch Komfort, da sie viele Funktionen auf kleinstem Raum ermöglichen.

Ohne chemische Zusätze, ohne Plastik und PVC aus einem Naturprodukt hergestellt sind sie auch für die Umwelt keine Belastung – sind ohne Gifte und Elektrosmog – sind eben natürlich .

Biedermeier Wiesbaden Regine Schmitz-Avila

Zeitungsartikel - Biedermeier

Biedermeier Sekretär Wien um 1815

Zusammenfassung

Wegen des leitmotivischen Flechtbandfrieses oder der vertikal hängenden Blattgirlanden wird der Biedermeier-Stil in Deutschland auch als Zopfstil bezeichnet.

Die Bezeichnungen Tischler, Schreiner und Kistler sind Synonyme, die gleichbedeutend und unterschiedslos gebraucht wurden. Die Zunftsätze des Kurfürsten von 1737 (StAM Gewerbeamt) regelten, dass die Schreiner oder Kistler zusammen mit den Ebenisten und Kunsttischler eine Zunft bildeten. Die Kistler besaßen auch die Lizenz, ihre eigenen Arbeiten selbst zu polieren, zu fassen und zu lackieren, ebenso wie Beschläge und Schlösser an ihren Möbeln eigenhändig aufzusetzen und Lederplatten aufzuziehen.

Hiltl erhält 1799 das kurfürstliche Privileg, um 1803 höfisches Möbel herzustellen;  er arbeitete bis zu seinem Konkurs 1846. Er war der erste der ein sogenanntes Möbelmagazin mit kurfürstlichem Privileg am Frauenkirchhof 27 eröffnete. 1813 geriet Hiltl in eine politische Intrige und wurde eingekerkert; der Neuanfang 1818 mit Umdruckverfahren lithographischer Blätter auf Möbel war schwierig. Von Hiltl bleibt aber das Prinzip des Ladengeschäftes als neue Verkaufsform, mit einer reichen Auswahl an Möbeln, die einer vagen Bestellung weit überlegen war.

Die Quellen des Münchner Stadtmuseums belegen als Hofschreiner: Hemmer, Daniel und Frank. Die Möbel der Hofschreinerei Daniel sind seit 1813 unter seiner Leitung entstanden (1807 bis 1813 unter Klara Daniel,  Hofkistlerwitwe ausgeführt). Melchior Frank ist bis 1845 ohne den Titel als Hofschreiner nachzuweisen, den jetzt Josef Pössenbacher unter der Werkstattsadresse: Tannenstr.12 führte. Johann Hemmer (1801-1879), der älteste Sohn aus dem Danielschen Betrieb kaufte seine Kistlergerechtigkeit 1825 und führte seinen Betrieb unter der Adresse: Pfarrstr.4.

Zitat: Blumenbach, 1825, S.2: „Es sind Möbel, „welche, von überflüssigem Zierrath frey, durch Einfachheit, Regelmäßigkeit, Schönheit und Solidität sich auszeichnen“.

Zum Biedermeierholz:

Das Biedermeiermöbel ist von der Konstruktion ausschließlich ein Tischlermöbel mit einer furnierten Oberfläche über einer verdeckten Blindholzkonstruktion.

Das Furnier hatte im Biedermeier eine immense Bedeutung; Glanz, Farbe und Struktur der Oberfläche wurden als höchster Wert begriffen. Welche Bedeutung das Furnier in der damaligen Zeit hatte zeigt sich daran,  daß das Furnier bei ganz profanen Rechnungen immer erwähnt und hinzugefügt wurde, dass es bolidiert und mit Öl geschliffen oder gebeizt sei.

Als Vertreter des poetischen Realismus sagte Adalbert Stifter  zu den Furnieren nachfolgendes: „Sie sind viel schöner (die Furniere), als die ungefähre Malerei ausdeuten kann, mein Pinsel kann noch immer nicht den Glanz und die Zartheit und das Seidenartige der Holzfasern ausdrücken“ (Nachsommer,1857).  Stifters Werk zeichnet sich durch sein Streben nach Humanität, Maß und Ordnung aus, sowie dem Sinn für das Stille und Unscheinbare , sowie  dem Glauben an das Walten eines sanften Gesetzes in der Natur aus.

Ein Ergebnis des vorliegenden Katalogs von Ottomeyer ist, daß Biedermeiermöbel der zwanziger und dreißiger Jahre systematisch lasierend bemalt wurden in der Absicht das Furnierbild zu bereichern und zu intensivieren und ihm eine interessante Note zu geben.

Die Kontinentalsperre von 1806-14 führte zum Handelsboykott zwischen England und Frankreich , was dazu führte, dass man sich in diesem Zeitraum mit einheimischen, sogenannten „indigen“ Hölzern behelfen musste. Zu dieser Zeit kursierten etliche „Rezepte“ in Gewerbezeitungen, wie man einfache Hölzer in Mahagoniholz verwenden könnte. Schellackpolituren, Anfang des 19. Jahrhunderts, die zur Oberflächenveredelung eingesetzt wurden führen zu einem leichten Bräunungseffekt, die tieferen Schichten des Holzes lassen das Licht reflektieren und bringen so ebenfalls Maserung und Farbe zur Geltung. Bisweilen halten dunkelpolierte Nußbaummöbel den Mahagoniton am längsten und  sehen  Mahagonimöbeln bisweilen sehr ähnlich.

Feuervergoldete Beschläge waren meist teurer als das Möbelstück,  so dass die Handwerker auf ölvergoldete Messinggüsse auswichen.

Empireschrank

Schwarzer Empireschrank auf geschnitzten und grün-gold gefassten Tatzenfüßen stehend.
Wien um 1800, Empire.

380.Empire Dielenschrank klein

Schwarzer Empireschrank Wien um 1800
Wiener Empire Dielen-, oder Kleiderschrank.

 

Birnbaumholz ebonisiert .
Birnbaumholz ebonisiert.
Empireschrank Innenaufteilung
Empireschrank Innenaufteilung.